DON-Design
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Bilderbuchveröffentlichung "Hannes fliegt zum Mond"

Graffiti Workshop im Güglinger Jugendzentrum

Graffiti - das bedeutet ein paar Striche an die Wand malen und fertig! Vielleicht denken manche genau so. Wer allerdings in diesen Tagen am viertägigen Graffiti-Workshop im Jugendzentrum teilnahm, der weiß es besser.

 

Der Güglinger Fassadengestalter DON, der den Workshop leitete, forderte zu Beginn des Kurses alle 10 Teilnehmenden auf, sich mit Stiften auf einer Zeichenwand zu versuchen und ein Graffiti zu zeichnen.

 

Nach Erledigung dieser ersten Aufgabe stellte sich dann prompt Ernüchterung ein, als DON aufzeigte, dass alle Teilnehmenden einige grundlegende Regeln der Schriftgestaltung missachtetet haben.

 

Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen als Graffiti-Mentor und aus zahlreichen Workshops habe er es nicht anders erwartet, so DON. „Graffiti-Writen“ sei eine technisch und künstlerisch anspruchsvolle Aufgabe, die nur unter Einsatz von Verstand und Kreativität und natürlich auch nur mit viel Übung gelingen kann.

Im gleichen Atemzug machte er jedoch allen Teilnehmenden ein Versprechen: „Im Laufe dieser Woche werde ich euch beibringen, worauf ihr beim Erstellen von Skizzen zu achten habt und wie ihr diese mit Sprühdosen auf großflächige Bretter umsetzen werdet, so dass am Ende des Workshops jeder ein gutes und zufriedenstellendes Ergebnis erzielen wird!“

 

An allen Tagen des Workshops wurde sehr konzentriert gearbeitet: Von den ersten Entwürfen auf Papier bis zur fertigen Skizze und von den ersten Übungen mit der Sprühdose bis zum finalen Painting waren etliche Arbeitsschritte notwendig, die den Zeitrahmen des Kurses voll ausfüllten.

Daneben gewährte DON anhand von Bildern, Filmen und durch umfangreiches Insiderwissen Einblicke in die Geschichte des Graffiti und der damit verbunden Writerszene.

Am Sonntag war es dann soweit, dass die Skizzen aufgesprüht werden konnten.

Beginnend am Vormittag bis in die Dämmerung hinein konnte man im Stadtgraben das leise Zischen der Sprühdosen vernehmen. Dann jedoch konnten tatsächlich alle Teilnehmenden auf ihr eigenes vollbrachtes Graffiti blicken.

Original-Töne vom Workshop

„Das ist mal was Neues“, erklärte die 16jährige Valerie zu ihrer Motivation für den Workshop. „Überall sieht man Graffiti, jetzt will ich es mal selber ausprobieren“ – und machte sich mit ihren Sprühdosen ans Werk.

Als Giuseppe (23) vom Angebot des Jugendzentrums hörte, war er gleich Feuer und Flamme“. „Da mache ich mit“ und zeigte nach der Theorie, was er für die Praxis gelernt hat.

Graffiti-Künstler DON war mit seinen Schützlingen voll zufrieden. „Sie sind innerhalb von drei Tagen von Null auf das Level gekommen, eigene Entwürfe zu gestalten. Jeder hat seine Persönlichkeit zum Ausdruck gebracht“, war sein zusammenfassendes Fazit.

Allerdings hatte DON auch gleich den Rat parat: „Wer nachts rumschmiert, zeigt nur seine Unfähigkeit, was gehaltvolles zu produzieren“, mahnte er die Teilnehmer und forderte potenzielle illegale Sprüher dazu auf, sich von solchen Negativ-Trends zu verabschieden.